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Dezertifizierung
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THEMA: Dezertifizierung
#643
Dezertifizierung 26.12.1999 00:00  
Wien, am 26.12.1999
An alle ISO 9000/2000 Freunde!
Bie Botschaft zur ISO 9000/ 2000 für das Jahr 2000:
Sie können heute die Mitarbeiter mit diesem Q-Werkzeug der Zertifizierung nicht mehr motivieren.
Durch die Bürokratie die hier von den Zertifizierungsinstituten aufgezogen wird, ist dies unmöglich geworden .
Diese machen ein gutes Geschäft und die Mitarbeiter in den Unternehmen hören auf zu Denken. Suchen Sie rechtzeitig andere Methoden sonst gehen Sie in der Bürokratie unter.
Es gibt Studien und Literatur genug die belegen, daß das ISO-Zertifikat den Firmen nichts bringt, außer Kosten.
Das Motto der Zukunft muß lauten: Qualität ja ! - Zertifizierung nein !
Man sollte endlich so handeln, daß der Kunde als Letztverbraucher mit den Produkten und Dienstleistungen zufrieden ist und nicht die Berater, Ausbildungsinstitute und die Zertifizierungstellen ein gutes Geschäft auf Kosten der Unternehmen machen !
MFG Karl Rescheneder
Email: karlrescheneder@hotmail.com




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Karl Rescheneder

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#651
Re: Dezertifizierung 01.01.2000 00:00  
: Wien, am 26.12.1999
: An alle ISO 9000/2000 Freunde!
: Bie Botschaft zur ISO 9000/ 2000 für das Jahr 2000:
: Sie können heute die Mitarbeiter mit diesem Q-Werkzeug der Zertifizierung nicht mehr motivieren.
Wer will den mit einer ISO Zertifizierung Mitarbeiter motivieren? Bei ISO geht es im Wesentlichen um Organisation. Unternehmenskultur und kundenorientiertes Denken kann sowieso keine Q-Management Modell bringen - egal ob ISO, EFQM oder was auch immer. Wenn jemand mit einem Q-Modell seine Mitarbeiter motvieren will, dann ist es sowieso schon zu spät ...
: Durch die Bürokratie die hier von den Zertifizierungsinstituten aufgezogen wird, ist dies unmöglich geworden .
: Diese machen ein gutes Geschäft und die Mitarbeiter in den Unternehmen hören auf zu Denken. Suchen Sie rechtzeitig andere Methoden sonst gehen Sie in der Bürokratie unter.
: Es gibt Studien und Literatur genug die belegen, daß das ISO-Zertifikat den Firmen nichts bringt, außer Kosten.
Es gibt Firmen denen bringt ein ISO Projekt(!) etwas und anderen denen schadets. Es hängt einfach davon ab was man daraus macht. Ich stimme dir zu, dass eine Zertifizierung(!) nichts bringt.

: Das Motto der Zukunft muß lauten: Qualität ja ! - Zertifizierung nein !
: Man sollte endlich so handeln, daß der Kunde als Letztverbraucher mit den Produkten und Dienstleistungen zufrieden ist und nicht die Berater, Ausbildungsinstitute und die Zertifizierungstellen ein gutes Geschäft auf Kosten der Unternehmen machen !
ISO ist schlicht ein "Fragenkatalog" zur Organisation - nicht mehr und nicht weniger. Und als solcher sicher nicht schlecht. Natürlich ist eine Zertifizierung nicht nötig und überflüssig - aber bei vielen (kleineren) Unternehmen ist es halt einmal so, dass ein gewisser Druck da sein muss, damit was weitergeht. Wenns auch ohne Zertifizierung geht ist es natürlich besser.
Die Diskussion ob nun ISO, EFQM oder was auch immer finde ich total praxisfremd. Es hängt allein von der Umsetzung ab. Wenn eine Firma EFQM erfolgreich einführt, dann hätte das auch mit ISO funktioniert und umgekehrt. Wenn jemand mit ISO scheitert, wird er auch mit EFQM scheitern ...
MfG
Martin Murnleitner




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Martin Murnleitner

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#654
Re: Dezertifizierung 07.01.2000 00:00  
Wien , am 7.1.2000
Entschedend in der Zukunft wird sein ob mann mit der der ISO 9000 /2000 und dem Zertifikat den Weg ins neue Jahrtausend fortsetzen will. Den Kunden und dem Unternehmen wird es nich viel bringen. Das die Beraterfirmen die mit der neuen ISO 9000 /2000 ihr Geschäft machen wollen, dagegen sind ist klar. Die Lobby dafür ist leider noch sehr groß. Die Unternehmen werden aber bald erkennen, wenn sie sich näher mit dem Thema Wissensmanagement auseinandersetzen, daß sie hier in der Bürokratie in ihrem Unternehmen viel Geld sparen können und das Wissen der Mitarbeiter viel effektiver als bisher einsetzen können. Es dauert eben alles seine Zeit.
MFG
Karl Rescheneder




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Karl Rescheneder

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#656
Re: Dezertifizierung 07.01.2000 00:00  
Sehr geehrter Herr Rescheneder,
Ihre Botschaft ist nun mehrfach in diesem Forum angekommen und wohl auch gelesen worden.
Schade nur das von Ihnen hier sehr wenig über konkrete Hilfen für die Umsetzung in einem Unternehmen _Qualität ja!“ ohne Ihre erwähnte Bürokratie in diesem Forum diskutiert wird. Ihr Schlagwort _Wissensmanagement“ in einem anderen Betrag von Ihnen wird doch zur Zeit ebenfalls von allen nahmenhaften Beratungs- und aber auch Zertifizierungsgesellschaften als _das Mittel“ verkauft.
Mir hilft das in der Praxis relativ wenig.
Qualität wir noch immer von den Menschen geschaffen. Das heißt für mich motivierte Mitarbeiter, die Angemessenheit, Wirksamkeit und Nachvollziehbarkeit bei Tätigkeiten in Ihrem Unternehmen verstanden und umgesetzt haben leben Qualitätsmanagement.
Normen und Regelwerke wie IS0 9000:2000; VDA 6.1 ... QS 9000 etc. geben doch lediglich den Unternehmen das _Was“ in die Hand welches vorhanden sein sollte oder aber auch müßte (bei Zertifizierungsdruck durch Kunden u.ä. veranlasst), damit ein Unternehmen mit höherer Wahrscheinlichkeit fehlerfreie Produkte und/oder Dienstleitungen liefert. Das konkrete, praxisnahe _Wie“ ist dabei immer noch dem Unternehmen selbst überlassen und beschäftigt den Praktiker.
Ziel eines Qualitätsmanagement-Systems ist es doch _Fehler an den Stellen zu verhindern wo Sie entstehen können“. Selbstverständlich wieder unter Berücksichtigung der _Angemessenheit“.
Das traurige dabei ist nur, das jeder privat, der z.B. im Supermarkt eine Dose Erbsen kauft, diese betrachtet (Wareneingangsprüfung) ob Sie Beulen hat und/oder ggf. abgelaufen ist. Bei Mehrfach schlechten Doseninhalten kauft er diese dann nicht mehr (Lieferantenwechsel). D.h. viele qualitätssichernden Maßnahmen, die wir im alltäglichen Leben selbstverständlich alle machen werden mit dem Betreten des Arbeitsplatzes über Bord geworfen. Deshalb brauchen wir wahrscheinlich Zertifizierungen nach Normen und Regelwerken die uns im Unternehmen dann zur Qualität bringen (zwingen).
Mit freundlichen Grüßen
A.P.John



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A.P.John

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#657
Dezertifizierung 07.01.2000 00:00  
: Wien , am 7.1.2000
: Entschedend in der Zukunft wird sein ob mann mit der der ISO 9000 /2000 und dem Zertifikat den Weg ins neue Jahrtausend fortsetzen will. Den Kunden und dem Unternehmen wird es nich viel bringen. Das die Beraterfirmen die mit der neuen ISO 9000 /2000 ihr Geschäft machen wollen, dagegen sind ist klar. Die Lobby dafür ist leider noch sehr groß. Die Unternehmen werden aber bald erkennen, wenn sie sich näher mit dem Thema Wissensmanagement auseinandersetzen, daß sie hier in der Bürokratie in ihrem Unternehmen viel Geld sparen können und das Wissen der Mitarbeiter viel effektiver als bisher einsetzen können. Es dauert eben alles seine Zeit.
: MFG
: Karl Rescheneder
Können Sie Ihre Kritik an der ISO etwas konkretisieren - am besten anhand von Beispielen aus der Praxis (siehe auch Kommentar von Herrn John). Mich würden ganz _konkret_ die Punkte, die ihrer Meinung nach in der aktuellen ISO so schlecht sind, interessieren und wie man es besser machen kann ( mit "Wissensmanagment"? - bitte um genauere Erläuterung ).
MfG
Martin Murnleitner



Lindner Consulting

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Martin Murnleitner

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#659
Dezertifizierung - Re am 10.1.2000 07.01.2000 00:00  
Wien, am 10.1.2000
Sehr geehrter Herr John !
Ihre Antwort auf meine Botschaft Qualität ja ! - Zertifizierung nein ! ist nicht falsch aber ich lese daraus eine Befürwortung für die ISO Norm heraus. Die ISO Norm ist ein Q-Werkzeug, wie viele andere Methoden auch, um einmal eine erste Dokumentation über Qualität in einem Unternehmen zu erarbeiten.
Wenn dies aber geschehen ist, sollte man den Weg der Q-Entwicklung in einem Unternehmen weiter intensiv fortsetzen. Dazu ist die ISO 9000 / 2000 nicht mehr geeignet.
Da gibt es viele anderere Methoden. Diese sollte man kennen um selbst entscheiden zu können wie und wo sie im Unternehmen eingesetzt werden sollen.
Ich selbst habe in meiner beruflichen Tätigkeit und habe eine Firma (ca. 2000 Mitarbeiter) 1993 zur Zertifizierung geführt. Ich weiß also genau welcher Aufwand für eine Zertifizierung notwendig ist und welche Kosten laufend im Unternehmen aufgewendet werden müssen um das Zertifikat laufend zu erhalten.
Mit der Revision 2000 kommt wieder ein neuer Kostenschub auf die Unternehmen zu. Keiner weiß so richtig ob sich die neue Norm in Verbindung mit dem Zertifikat wenig oder viel ändern wird.
Die Unternehmensberater müssen also wieder befragt werden, wie das ganze geht. Das Geschäft für die Unternehmensberater auf diesem Gebiet ist also auch in nächster Zeit gesichert (Siehe entsprechende Angebote dazu im Internet).
Nicht ich bin es der allein die ISO 9000 und das Zertifikat kritisiert, sie finden im Internet bereits viel Beiträge in der gleichen Richtung. Ein Weg der soviel Bürokratie verlangt hat aber keine Zukunft mehr.
_Wissensmangement“ ist heute der wichtigste Ansatz um die Linie in Richtung Kundenzufriedenheit mit Kreativität weiter zu entwickeln. Der Unterschied besteht darin, daß mit Wissen kein Geschäft zu machen ist. Wenn Ihnen heute jemand Wissen um Geld anbieten will, lehnen Sie das ab. Auch ich tue das nicht.
Ich habe mir mein Wissen dazu aus dem Internet und der Literatur im letzten Jahr erarbeitet Ich halte derzeit in Österreich zum Thema _Wissensmanagement“ Vorträge und diskutiere darüber in interessierten Gruppen. Im Sinne des Wissensbausteines - _Wissens(ver)teilung“ - natürlich kostenlos.
Ich stelle dabei erschreckend fest, wenn von Q-Managementsystemen die Rede ist, denken faßt ausschließlich die Leute an das Zertifikat nach der ISO 9000 Norm und wissen nicht welche Alternativen es dazu gibt. Leider sind es meist die Q-Verantwortlichen in den einzelnen Unternehmen die eine solche Meinung haben.
Leider verlernt man bei der Bearbeitung der Bürokratie das DENKEN und die Verantwortung die das Unternehmen gegenüber den Kunden hat.
Vielleicht konnte ich durch meinen Beitrag auch bei Ihnen einiges Nachdenken erzeugen. Bei Bedarf stehe ich Ihnen gerne zu weiteren Diskussion zur Verfügung. Jede Diskussion bringt für beide Partner eine _win-win“-Situation und so soll es sein.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Rescheneder
Email: karlrescheneder@hormail.com





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Karl Rescheneder

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