Management der Ressourcen

  • Auditeuse
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#8811 by Auditeuse
Management der Ressourcen was created by Auditeuse
Hallo Ihr!
Plant und dokumentiert Ihr Eure Schulungen im Voraus oder dokumtiert Ihr nur die durchgeführten Schulungen?
Gruß
Auditeuse



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  • Florian
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#8815 by Florian
Replied by Florian on topic Management der Ressourcen
Meine Kunden tun in der Regel beides. Kurzfristige Änderungen werden ohne grosse Planung durchgeführt. Lanfristige Entwicklung der Organisation und des Menschen bedingen aber eine gründiche Planung. Nachweise werden erstellt.
Leider ist mit dem ganzen Vorgehen die Wirksamkeit der Ausbildung noch nicht belegt. Eigentlich müsste sich ja etwas spürbar verbessern. Je nach Schulung kann dies jedoch eher langfristige Auswirkungen haben, welche schwer zu "messen" sind. Wird ein Mitarbeiter auf eine andere Maschine umgeschult ist der Erfolg einfach zu überprüfen. Schicke ich den QMB jedoch auf ein Seminar, welches eher den Menschen bildet, kann der direkte Zusammenhang nicht mehr hergestellt werden. Vielleicht leisten gar andere Mitarbeiter mehr ohne dass ein Zusammenhang ersichtlich wäre.
Gewisse Ausbildungen müssen aufgrund einer philosophischen Grundlage und andere auf einer messbaren geplant, durchgeführt und auf die Wirksamkeit überprüft werden.
Irgendwie glaube ich immer weniger, dass die wirklich wichtigen Ausbildungen einen dirketen messbaren Nutzen erzeugen, sondern die langfristige Basis für den Erfolg des Unternehmens bilden (Schaffen von Erfolgspotenzialen, die plötzlich und zeitlich unplanbar emporkommen können).
Gruss Florian


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  • Wolfgang Horn
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#8821 by Wolfgang Horn
Replied by Wolfgang Horn on topic Management der Ressourcen
Tja, Florian,
: Leider ist mit dem ganzen Vorgehen die Wirksamkeit der Ausbildung noch nicht belegt...
Schicke ich den QMB jedoch auf ein Seminar, welches eher den Menschen bildet, kann der direkte Zusammenhang nicht mehr hergestellt werden.
Hier gilt derselbe Grundsatz, den Du heute für die Anwendung von Software beschrieben hast. Setze "Schulung" für "Software", und schon ist klar, warum Schulung allein keine Wirkung auf das Verhalten im Beruf haben kann.
Nimm Deine Einstellung, analytisch nach der Ursache des erkannten Mangels zu suchen, und Du wirst feststellen, was Du schon längst weißt: Wenn Du einen konsequenten Unternehmer hast (einen, der Zukunft und Wachstum für seine Firma und, ich wiederhole, und, bereit ist, das dafür Notwendige zu tun, da brauchts an Schulung für den QMB nur das, was er selbst will. Und was überwiegend wohl Gesetzes- und Normenkunde ist.
Wenn der Unternehmer aber eben nicht so konsequent ist, sondern eher vom Typ "wascht mich, aber macht mich ja nicht naß", dann helfen dem QMB auch Semester an Seminaren nicht viel.
Es sei denn, eine Woche in der Kunst "wie schule ich meinen Chef und behalte meinen Kopf dabei".
Das Qualitätsmanagement ist als Wissenschaft auch der Pädagogik um Lichtjahre voraus.
Beispielsweise denken Qualitäter kundenorientiert. Zumindest resultatorientiert, wie Frank das öfters so schön knapp formuliert - was bringt die Maßnahme X für die Ergebnisse meines Unternehmens - und zwar angesichts all ihrer Kosten. (Ich erlaube mir nur, die Nebenwirkungen noch hinzuzählen.)
Wer dies Denken auf die Wirksamkeit von Schulungen überträgt, der erkennt rasch den gigantischen Mißbrauch der Schulungen (nach dieser Erkenntnis bis ich tagelang wie vor den Kopf geschlagen herum gelaufen und habe mich bis jetzt nicht ganz erholt :-)), wo Mitarbeiter auf Schulung geschickt werden, während der eigentliche Mangel in einer unzweckmäßigen Einstellung ihrer Chefs oder noch höheren Chefs liegt - bis hin zu Unternehmer und Aufsichtsrat.
Es muß schon im Mittelalter ziemlich sinnlos gewesen sein, dem Mitarbeiter das Rechnen im fortschrittlichen arabischen Zahlensystem zu rechnen, wenn der Chef nur Abrechnungen in römisch lesen kann und will.
Das Schreckliche für Anbieter von Schulungen: Wenn Du auch in Sachen Weiterbildung resultatorientiert denkst, kannst Du den Schulungsbedarf um, vermute ich, >75\% streichen. Weil sowieso sinnlos.
Das Konstruktive: Unternehmer und Personen, die eher für Zukunft und Wachstum ihrer Unternehmen denken als für eine der Unfähigkeit überführte Tradition, brauchen eine dazu passende resultatorientierte Erwachsenenpädagogik.
Ciao
Wolfgang



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