English: feedback / Español: retroalimentación / Português: opinião / Français: retour / Italiano: feedback
Das Wort „Feedback“ wurde aus dem Englischen übernommen und setzt sich aus den Begriffen „to feed“, was „füttern“, und „back“, was „zurück“ bedeutet, zusammen. Erstmalig verwendet wurde der Begriff „Feedback“ in der Kybernetik, also der Wissenschaft von der Steuerung und Kommunikation in lebenden Organismen und Maschinen. Hier wird es als Rückkopplung verstanden, die dazu beiträgt, Systeme zielgerichtet zu regeln. Heutzutage wird unter Feedback allgemein eine Rückmeldung verstanden, weshalb der Begriff in vielen Kontexten genutzt wird. Oft geht es darum, Rückmeldung über Produkte, Prozesse oder auch Verhaltensweisen zu geben, beziehungsweise zu erhalten, damit diese zukünftig optimiert werden können. Voraussetzung dafür ist ein gutes Arbeitsklima, in dem konstruktive Kritik geäußert werden kann. Eine gelebte Feedback- und Fehlerkultur gilt heutzutage als wesentlicher Bestandteil moderner Industrieunternehmen.
Qualitätsmanagement
Im industriellen Qualitätsmanagement dient Feedback der systematischen Verbesserung von Produkten und Prozessen. Rückmeldungen entstehen hier unter anderem aus Prüfungen, Audits, Kennzahlenanalysen sowie aus Reklamationen und Kundenrückmeldungen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und fließen sowohl in Korrektur- als auch in Vorbeugemaßnahmen ein.
Arbeitssicherheit
Gerade in der Industrie mit ihren komplexen Anlagen, Maschinen und teilweise gefährlichen Stoffen ist Feedback von großer Bedeutung für die Arbeitssicherheit. Offene Rückmeldungen über Beinahe-Unfälle, unsichere Routinen oder unklare Anweisungen ermöglichen es, Sicherheitsmaßnahmen frühzeitig anzupassen, bevor es zu Unfällen kommt. Systeme zur Meldung von Gefährdungen oder Beobachtungen, häufig auch anonymisiert, unterstützen diesen Prozess und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei.
Organisation und Führung
Feedback spielt in industriellen Unternehmen auch auf der menschlichen und organisatorischen Ebene eine zentrale Rolle. Anerkennendes Feedback stärkt das Selbstbewusstsein und die Leistungsbereitschaft, während konstruktive Kritik gezielt auf Entwicklungsfelder hinweist. Führungskräfte nutzen Feedback, um Fähigkeiten der Mitarbeitenden auszubauen, Karriere- und Qualifizierungswege zu planen und die Loyalität zum Unternehmen zu fördern. Für Mitarbeitende bietet Feedback somit Orientierung. Sie erkennen, ob sie den Anforderungen entsprechen und wo Weiterbildungen sinnvoll sind. Gleichzeitig ist Feedback von Mitarbeitenden an Vorgesetzte und Organisationen ein wichtiges Instrument zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen, Abläufen und Unternehmenskultur. Besonders differenziert und umfassend ist das sogenannte 360-Grad-Feedback. Dabei erhält eine Person Rückmeldungen aus mehreren Perspektiven, typischerweise von Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern, sowie teilweise von Kunden oder externen Partnern. Ziel dieses Verfahrens ist es, ein möglichst klares Bild von Leistung, Verhalten und Wirkung im Arbeitsumfeld zu gewinnen. Viele Unternehmen setzen dabei auf spezielle Feedback Software wie zum Beispiel von Feedware, um Abläufe zu automatisieren und Feedbacks professionell auszuwerten.
Feedback formulieren
Feedback sollte immer konkret, sachlich und nachvollziehbar formuliert werden. Hilfreich ist die Orientierung an beobachtbarem Verhalten und Kennzahlen statt an persönlichen Eigenschaften. Außerdem ist es wichtig, Feedback respektvoll und lösungsorientiert zu formulieren, da es nicht der Schuldzuweisung, sondern der Stabilisierung von Prozessen, der Fehlervermeidung und der kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsumgebung dient. Besonders vorteilhaft ist es zudem, wenn Feedback zeitnah erfolgt und die Adressaten erreicht, solange die Situation noch präsent ist.
Dieses Lexikon ist ein Produkt der quality-Datenbank.