Das Risikomanagement (Risk Management, Risikopolitik), ist eine Form der Unternehmensführung, welche aus der Abschätzung, Bewertung und Reduktion der negativen Auswirkungen zukünftiger Ereignisse (Risiken) besteht.

Risikomanagement besteht aus verschiedenen Abschnitten:

  • Risikoidentifikation
  • Risikoanalyse, (Untersuchung des jeweils vorliegenden Ursache-Wirkungs-Komplexes)
  • Risikomeidung, (mögliche schädliche Ereignisse werden möglichst umgangen)
  • Risikominderung, (Ist das Ereignis nicht zu vermeiden, so sollten wenigstens die negativen Auswirkungen gemindert werden)
  • Risikoteilung, (Die Minderung der Auswirkungen kann mit Anderen über eine Versicherung geteilt werden)
  • Schadenverhütung, (sind auch die negativen Auswirkungen nicht zu vermeiden, so sollten die daraus resultierenden Schäden gemindert oder verhütet werden)
  • Risikoreservebildung, (damit aus einem kleinen Schaden keine Katastrophe wird, sollten die geschädigten System von vornherein eine gewisse Reserve an Funktionalität enthalten, so dass auch bei kleineren Schäden das Gesamtsystem erhalten bleibt.
    • Technische Reserve (Ein Dampfkessel sollte einiges mehr aushalten als die Spezifikation besagt)
    • Finanziell (Ein Unternehmen sollte bei einem Brand oder einem Zahlungsausfall bei den Forderungen nicht in Konkurs geraten)
  • Schadenkostenüberwälzung (Die Kosten werden ganz oder teilweise von einer anderen Stelle getragen. Dies ist meist eine Versicherung, kann aber prinzipiell auch der Schadenverursacher sein.)

Die oben genannten Prinzipien lassen sich auch auf zukünftige Ereignisse mit positivem Ausgang übertragen. Statt von Risiken spricht man dann von Chancen (im Bereich von Investitionen und Kapitalanlagen). Die Rolle der Versicherungen übernehmen dann VC-Gesellschaften.


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