Als Investition bezeichnet man die langfristige Anlage von Finanzmitteln in Vermögensobjekten, die zukünftig Erträge bringen sollen. Je nach Anlageobjekt unterscheidet man zwischen Sachinvestitionen, Finanzinvestitionen (z.B. Erwerb von Wertpapieren) und Bildungsinvestitionen. Sachinvestitionen haben eine besondere Bedeutung. Sie bestimmen über die zukünftige Leistungs- und Wettbewerbskraft und damit über das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft. Wie rasch eine Wirtschaft wachsen kann, hängt in hohem Maße vom Kapitalstock ab, also dem für die Produktion einsetzbaren Sachvermögen (Maschinen, Werkhallen, Infrastruktur). Die Investitionen bestimmen wiederum die Größe und die Qualität des Kapitalstocks. Werden durch Investitionen nur alte Anlagen ersetzt (Ersatzinvestitionen), vergrößert sich der Kapitalstock nicht. Er wird jedoch leistungsfähiger, wenn die neuen Maschinen auf dem aktuellen technologischen Stand sind. Erweiterungsinvestitionen vergrößern den Kapitalstock und schaffen Arbeitsplätze. Werden noch funktionstüchtige Anlagen gegen moderne ausgetauscht, spricht man von Rationalisierungsinvestitionen. Sie erhöhen die Produktivität und senken die Kosten. Investitionen können auch auf gesetzliche Auflagen (Umweltschutzgesetze) zurückgeführt werden. Die Investitionen weisen wie das Bruttoinlandsprodukt (Sozialprodukt) vergleichsweise heftige Schwankungen auf. Investitionen hängen zum einen von der Gewinnsituation der Unternehmen im Konjunkturzyklus und vom Wirtschaftswachstum ab. Andererseits bestimmen sie über ihre Kapitalstockwirkung wiederum das Wirtschaftswachstum.

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