Die Klimapolitik unter industriellen Aspekten ist eine besondere Herausforderung, da die Industrie zumindest in der Vergangenheit oft ein intensiver Verbraucher von nicht regenerierbaren Ressourcen (Luft, Wasser, fossile Energie) war.

Die Bedeutung der deutschen Industrie in der Klimapolitik

In den letzten Jahren ist der Druck auf die deutsche Industrie gestiegen, die Gestaltung der Industrie klimaneutral zu gestalten. Insbesondere wird die Agenda 2030 als Treiber für die Umgestaltung der Industrie gesehen. Damit werden konkrete Maßnahmen gefordert, um die deutsche Industrie klimaneutral bis zum Jahr 2030 zu machen. Die Politik fordert diese Maßnahmen auch durch konkrete Gesetzesvorhaben ein. Eine starke Zusammenarbeit zwischen allen Parteien ist erforderlich, um die Ziele zu erreichen. Die deutsche Industrie gilt aus nationaler Sicht als wichtiger Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele. Oft werden die Vorgaben aber als Wettbewerbsnachteil gesehen, weil die Umrüstung enorme Kosten verursacht und andere Länder diese Umrüstkosten aufgrund fehlender Gesetzesvorhaben nicht tragen müssen. Man kann jedoch aus Länderstudien einen gegenteiligen Effekt ausmachen. Bestes Beispiel in diesem Zusammenhang ist Kalifornien, wo bereits Anfang der 2000er Jahre zahlreiche Klimaschutzbestimmungen durch Gouverneur Schwarzenegger umgesetzt worden sind. Das führte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zusätzlichen wurden sogenannte "Green Jobs" geschaffen. Warum der Industriesektor so eine große Bedeutung hat lässt sich daran erkennen, dass dieser der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen ist. In Deutschland ist der Industrieanteil besonders hoch und damit kommt diesem Sektor eine besondere Bedeutung in der Agenda 2030 zu. Die Rolle der Industrie ist daher sehr bedeutend, wenn man die Begrenzung der Erderhitzung (die Politik verwendet hier gerne das weniger dramatisch klingende "Erderwärmung") auf deutlich unter zwei Grad senken möchte.

Ideen zur klimafreundlichen Gestaltung der deutschen Industrie

Deutschland ist bekannt als Land mit zahlreichen Erfindungen und Innovationen. Aus dieser Sicht verwundert es daher auch nicht, dass es zu zahlreichen Innovationen im Bereich der Klimaschutzziele beiträgt. Man hat sich in weiten Kreisen der Industrielandschaft auf eine integrierte Klimaschutzpolitik verständigt. Damit ist gemeint, dass Klima- und Industriepolitik Hand in Hand gehen soll und vor allem als Chance wahrgenommen wird. Ungeachtet der großen Herausforderungen für die deutsche Industrie bietet die Umstellung auf andere Fertigungsmethoden und Begleitumstände auch Chancen für mehr Wohlstand. Kritiker werden das wohl kaum gerne, denn sie möchten am alten Status Quo festhalten. Gefordert ist aber auch die Politik, die zu einer ambitionierteren Umsetzungsstrategie umleiten muss. Schon allein ein Zahlenbeispiel verdeutlicht die Problematik, denn seit Anfang der 2000er Jahre sind die Emissionen nicht mehr gesunken. Sogar ein leichter Anstieg trotz der Einhaltung von bestimmten Maßnahmen ist verzeichnet worden. Wenn man bedenkt, dass die politischen Machthaber bereits konkrete Handlungen vollzogen haben, ist das ein deutlicher Rückschlag. Es sind daher umfassende Schritte zur Dekarbonisierung zu unternehmen.

Maßnahmen zur Umsetzung von Klimazielen

Die entsprechenden energie-, klima- und industriepolitische Weichenstellungen sind in Vorbereitung bzw. wurden schon erlassen. Zu unterscheiden ist aber zwischen visionären Konzepten und Detailanpassungen. Das betrifft zum Beispiel die Fertigungsmethoden selbst oder auch die Verwendung bestimmter Fertigungsteile bei der industriellen Verarbeitung. Ein gutes Beispiel sind Drehteile, die wohl zu den ältesten Fertigungsteilen in der industriellen Verarbeitung zählen. Insbesondere im KFZ-Bau sind sie nicht wegzudenken. Da sie ein fester Bestandteil der Industrie sind, arbeitet auch der Verband der Deutschen Drehteile-Industrie mit zuständigen Ministerien zusammen, um die Bearbeitung nach klimaschutzgerechten Zielen auszurichten. Man verwendet zum Beispiel bleifreie Metalle, die sich unmittelbar positiv in der CO2-Bilanz auswirken. Die Unternehmensseite ist natürlich auch eingebunden und versorgt die Hersteller mit additiv gefertigten Teilen. Ausgezeichnete Produkte, wie zum Beispiel die Drehteile von Drehteile-Loga, gelten hier als nur ein anzuführendes Beispiel für die Integration von Industrie- und Klimazielen. Die große Vision ist, dass man im Wege einer integrierten Klimaschutz- und Industriepolitik den Weg zu Nullemissionen finden kann. Dazu sind aber noch weitere Gesetzespakete notwendig, um Barrieren zu beseitigen. Viele Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind aber bereits umgesetzt worden. Dazu gehören Maßnahmen, wie zum Beispiel die Entwicklung von regulatorischen Rahmenbedingungen für alternative Energieträger.